Zeckenbiss mit bösen Folgen

 zecke

Borreliose: Symptome, Risiko, Vorsorge

Zecken kommen in ganz Europa vor, sie leben im bodennahen Gras oder Unterholz in Waldgebieten, auf Wiesen aber auch in Gärten bei uns in der Stadt. Viele der Zecken, auch hier in Norddeutschland, sind mit Borrelien infiziert und können diese auf den Menschen übertragen.

Die Borreliose-Erreger breiten sich innerhalb von 16 bis 24 Stunden nach dem Zeckenbiss im Blut aus, die Folge können vielfältige und sehr unterschiedliche Krankheitssymptome sein. Doch nicht jeder Biss einer infizierten Zecke führt zu einer Borreliose:  Menschen mit einem gut funktionierenden Immunsystem kämpfen den Erreger unbemerkt nieder.

Vorsorge:

•                  nicht durch das Unterholz laufen

•                  lieber auf einer Decke als im Gras sitzen

•                  feste Schuhe statt Sandalen anziehen

•                  Zeckenschutz verwenden (ist allerdings nur ca. 2 Std wirksam)

•                  Socken über die Hosenbeine ziehen

•                  nach dem Aufenthalt im Freien Körper, Beine, Leistengegend absuchen

 

Zeckenbiss – Jetzt heißt es schnell handeln

Zecken sollten immer möglichst schnell entfernt werden (Zeckenzange, Pinzette), ohne die Zecke dabei zu zerquetschen. Danach die Bissstelle desinfizieren.  Bei roten Rändern um den Zeckenbiss oder unklaren grippeähnlichen Symptomen sollte ein Arzt den Biss ansehen. Es sind nur schwer allgemeingültige Aussagen über Erkrankung und Verlauf möglich.  Als gesichert gilt, dass ca. 20-30% der Zecken in unserer Region infiziert sind. Ca. 10-14 Tage nach einer Borrelien-Infektion kommt es oft zu  Symptomen wie Krankheitsgefühl, Erschöpfung, Gelenk- und Muskelschmerzen, leicht erhöhten Temperaturen oder Nachtschweiß. Wird sie nicht frühzeitig mit Medikamenten bekämpft, kann sie Wochen bis Monate nach dem Zeckenstich Nervensystem, die Gelenke und das Herz beeinträchtigen. In seltenen Fällen kann es nach Monaten bis Jahren zu einer späten bzw. chronischen Borreliose kommen mit Beteiligung der Haut, des Nervensystems und der Gelenke.

Bundesweit treten jährlich zwischen 60.000 und 80.000 Borreliose-Erkrankungen auf. Wenn sie nicht rechtzeitig mit Antibiotika behandelt wird, kann es zu einer chronischen Infektion kommen. Diese tritt oft schubweise und mit langen Pausen dazwischen auf. Doch nicht immer steckt hinter chronischen Schmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen eine Lyme-Borreliose. Sicherheit gibt nur eine gründliche Untersuchung in Ihrer hausärztlichen oder internistischen Praxis