Bluthochdruck – mehr als ein Lifestyle-Problem

Von Bluthochdruck (Hypertonie) spricht man bei Werten über 149/90 mmHg. Oft wird er erst spät bemerkt und bleibt solange unbehandelt. In den westlichen Industrieländern sind ca. 15 Prozent der Menschen betroffen. Je höher das Lebensalter, desto mehr steigt die Neigung, daran zu erkranken: bei den über 65-jährigen sind es derzeit 25 Prozent, die an erhöhtem Blutdruck leiden.

Die Ursachen und die Folgen von hohem Blutdruck

Neben einer erblichen Veranlagung sind es die typischen Lifestyle-Risikofaktoren wie Übergewicht, zu wenig Bewegung, häufiger Alkoholkonsum, Rauchen sowie Stressbelastung, welche den Bluthochdruck begünstigen. Da der erhöhte Blutdruck kaum spürbare Beschwerden verursacht, nehmen sich die Betroffenen selbst eher als leistungsfähig, fit und angeregt wahr. Ohne ärztliche Behandlung kann er jedoch gravierende Folgen haben: Arteriosklerose, die lebensbedrohliche Verengung der Blutgefäße, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Ein unentdeckter und unbehandelter Bluthochdruck kann auch zu dauerhaften Schäden am Herz oder an den Nieren führen.
Um mehr Aufmerksamkeit für diese Erkrankung zu erreichen, findet jährlich am 17. Mai der Welt-Hypertonie-Tag statt. Ein Checkup dauert nicht lange, aber lohnt sich in jedem Fall: wenn es gelingt, Herz-Kreislauf-Risikofaktoren auszuschalten, steigt unsere Lebenserwartung um sechs bis zehn Jahre! bei uns in der Praxis bekommen Sie als Betroffener viele Tipps für die richtige Ernährung und einen individuell angepassten Bewegungsausgleich.

Herz-Kreislauferkrankungen frühzeitig erkennen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Deutschen. Und sie führen seit Jahren die Statistik an, wenn es um die Todesursachen in den Industrienationen geht.
Rund 7000 Liter Blut pumpt das Herz durch den Körper und transportiert Nährstoffe und Sauerstoff zu den Organen. Eine beachtliche Leistung, die wir gar nicht genug wertschätzen können. Erst wenn Beeinträchtigungen auftreten, werden viele Menschen aufmerksam. Der Bluthochdruck beispielsweise ist die mit Abstand häufigste Herz-Kreislauf-Erkrankung. Ca. 20 Prozent aller Erwachsenen sind davon betroffen. Es folgt die koronare Herz-Erkrankung, auch unter „Arterienverkalkung“ bekannt. Mehr als zwei Millionen Deutsche leiden an chronischem Herzversagen oder Herzinsuffizienz, bei der die Pumpleistung des Herzens immer mehr nachlässt.
Oft sind es Gefäßveränderungen, die dazu führen, dass sich Blutgefäße verschließen. Passiert das am Herzen, erleiden die Betreffenden einen Herzinfarkt. Durch einen Gefäßverschluss im Gehirn entstehen Schlaganfälle. Herzerkrankungen können außerdem die Funktion des Herzens selbst beeinträchtigen. Das äußert sich oft durch Herzrhythmusstörungen wie das häufige Vorhofflimmern, das etwa eine Million Menschen in Deutschland betrifft. Zudem haben Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinsuffizienz und Schlaganfälle oft einen chronischen Verlauf und müssen dauerhaft behandelt werden.
Rechtzeitige Vorsorge
Durch Früherkennung und gezielte ärztliche Behandlung kann oft Schlimmeres abgewendet werden, doch dazu bedarf es regelmäßiger ärztlicher Kontrolle. Viel unnötiges Leiden kann bereits dadurch vermieden werden, dass man rechtzeitig seine Lebensweise verändert. Schnelle Diagnose und zügiger Therapiebeginn bilden die wesentlichen Elemente bei der erfolgreichen Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Informieren Sie sich über gesunde Lebensweise und innovative Therapieverfahren in Ihrer internistisch-hausärztlichen Praxis Dr. Sabine Hahn und Dr. Antje Porada.

Sport bei chronischen Erkrankungen

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Bei koronaren Herzerkrankungen oder nach einer Tumorbehandlung ist Sport besonders wichtig

Die Diagnose „Krebs“ oder „chronische Erkrankung“ ist für jeden Patienten ein gravierender Einschnitt. Nun müssen langfristig Medikamente eingenommen werden, gegebenenfalls wird eine Operation vorgenommen und das Leben gerät aus der bekannten Bahn. Viele Patienten fühlen sich einfach nur dauerhaft müde und schlapp, leiden unter dem Fatigue-Syndrom. Doch die Nebenwirkungen einer Krebstherapie können durch regelmäßigen Sport gelindert werden. Dr. Sabine Hahn und Dr. Antje Porada begleiten Patienten auch in solchen Lebensphasen beim Einstig in geeignete Sportarten. Regelmäßiger Sport kann beispielsweise bei einem krebskranken Patienten die Nebenwirkungen einer Chemo- oder hormonellen Therapie günstig beeinflussen. Ist nach einer Operation die Wundheilung abgeschlossen, beginnt man meist mit Krankengymnastik. Danach kann man in den Reha-Sport einsteigen und anschließend gut dosiert mit weiteren Sportarten beginnen. Der Stoffwechsel wird angeregt und die allgemeine Leistungsfähigkeit steigt. Studien belegen, dass das Rückfallrisiko von sportlich aktiven Menschen bis zu 30 Prozent niedriger ist als bei anderen.

Auch das Selbstbewusstsein wird durch sportliche Betätigung gestärkt, und das bedeutet mehr Lebensqualität. Sport bringt den Energiehaushalt auf Touren, stärkt das Immunsystem und macht gute Laune. Außerdem hilft er dabei, das Körpergewicht zu halten. Dr. Sabine Hahn: „Es gilt als wissenschaftlich erwiesen, dass körperliche Betätigung u.a. bei Brust-, Darm- und Prostatakrebs sowie bei koronaren Herzerkrankungen positive Effekte zeigt. Bei letzteren ist oft ein kombiniertes Kraft- und Ausdauertraining möglich wobei natürlich nicht jeder Sport für jeden gleichermaßen geeignet ist. Ob Schwimmen, Joggen oder eher Nordic Walking sinnvoll sind, können wir bei einem Sport Checkup in unserer Praxis herausfinden.“

Gewarnt sei allerdings vor zu früher sportlicher Betätigung nach viralen Infekten. Hier kann im Extremfall eine Herzmuskelentzündung drohen. Man sollte lieber nach der Genesung noch eine Woche mit dem Sportbeginn abwarten.