Fatigue Syndrom

Mit Sport die Müdigkeit besiegen

Dass beim gesunden Menschen Sport und körperliche Aktivität die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität verbessern können, ist unumstritten, aber gilt es auch für Krebspatienten, die sich ständig müde und erschöpft fühlen, weil sie am Fatigue-Syndrom leiden? Diese Personengruppe wurde nun genauer untersucht und dabei sollte nachgewiesen werden, ob regelmäßiger Sport dabei helfen kann, die schwerwiegenden Begleiterscheinungen vieler Krebserkrankungen zu lindern.

Wissenschaftler wiesen in einer neuen Studie nach, dass Krafttraining während der Strahlentherapie die Lebensqualität verbessert und die Fatigue-Symptome von Brustkrebs-Patientinnen lindern kann. Die Untersuchung des Deutschen Krebsforschungszentrum und des Universitätsklinikums Heidelberg prüfte nach, ob Krafttraining und Entspannungsübungen Brustkrebs-Patientinnen helfen können, Fatigue-Symptomen vorzubeugen oder sie zu mildern. Die Ergebnisse, die bei 160 Brustkrebspatientinnen ermittelt wurden, bestätigen die Vermutung, dass auch hier Bewegung und Forderung  eine weitgehend positive Auswirkung auf die Lebensqualität hat. Allein das psychosoziale Erleben in der Gruppe scheint eine Menge auszumachen.

Die hannoversche Internistenpraxis Dres. Hahn und Porada in Döhren leitet Menschen dabei an, den Sporteinstieg zu schaffen und kann aus eigener Praxiserfahrung die Studienergebnisse bestätigen. Dr. Sabine Hahn: „In beinahe jeder Lebenssituation kann man mit etwas Anleitung den Sporteinstieg schaffen. Dabei kommt es nicht auf einen supertrainierten Körper an, sondern den gesunden Ausgleich zum Alltag. Bei Krebskranken ebenso wie bei Übergewichtigen oder untrainierten normalgewichtigen Menschen. Sie alle profitieren davon, regelmäßige Sportaktivitäten in ihr Leben zu integrieren. Oft ist schon das Gruppenerlebnis positiv, und hat sogar bei Fatigue-Patienten einen positiven Einfluss und auf die allgemeine Lebensqualität.“ Die Heidelberger Studie kommt schließlich zu dem Schluss, dass Brustkrebspatientinnen sogar schon therapiebegleitend mit dem Training anfangen sollten.