Schilddrüsenerkrankungen

schilddruese_500

Die Hinweise auf eine Schilddrüsenerkrankung können individuell sehr verschieden sein. Besonders bei familiärer Vorbelastung ist eine frühzeitige ärztliche Untersuchung sinnvoll. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein: Schlafstörungen, Kreislaufprobleme, Übelkeit, Gliederschmerzen, vermehrtes Schwitzen, Kreislaufprobleme und  auffällige Gewichtsveränderungen treten mehr oder weniger stark ausgeprägt auf. Das wirkt sich auf die Stimmung aus und führt oft zu langfristigen Störungen des Wohlbefindens.

Schilddrüsenüber- und Unterfunktion

Die Überfunktion der Schilddrüse (Kropf, Struma) kann durch eine einfache Blick- oder Tast-Untersuchung erkannt werden. Hier zeigen sich oft im Vorfeld Herzklopfen, Nervosität, Gewichtsabnahme oder Haarausfall. Hier in der Region sind ca. 5 Prozent der Bevölkerung betroffen in Süddeutschland ca. 30 Prozent, darunter mehr Frauen als Männer.

Eine Unterfunktion der Schilddrüse ist nicht so leicht zu erkennen, oft sind jedoch Gewichtsprobleme ein Indiz.  Nachweisbar ist sie durch einen Bluttest, die TSH-Bestimmung. Dieser Test wird übrigens auch bei Bluthochdruck gemacht, denn dahinter kann ebenfalls eine Schilddrüsenerkrankung stecken. Auch andere Erkrankungen des Autoimmunsystems wie Morbus Basedow und Hashimoto-Thyreoiditis lösen solche Symptome aus.

Untersuchungsverfahren

TSH-Werte zwischen 0.4-3.0µu/ml sind normal, hier haben Studien gezeigt das ab 3.5 durchaus schon gehäuft Hypothyreosen auftreten. Erhöhte TSH-Spiegel zeigen, dass die Schilddrüse nicht ausreichend Hormone bildet. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion findet sich zu wenig TSH im Blut, weil die Schilddrüse zu viele Hormone produziert. Für die Funktionsuntersuchung der Schilddrüse gibt es die Sonographie (=Ultraschall), sowie eine nuklearmedizinische Untersuchung. Bei familiärer Belastung  gibt eine frühzeitige Vorsorgeuntersuchung Gewissheit, schon bevor akute Symptome auftreten.