Stressdiagnostik – dem Burnout vorbeugen

burnout

Von Führungskräften erwartet man vollen Einsatz für die Karriere. Der Konkurrenzkampf ist groß und es gilt das ungeschriebene Gesetz, dass nur der Erfolg hat, der eine 60-Stundenwoche plus permanenter Erreichbarkeit über Smartphone und Laptop akzeptiert. Doch eine gute Balance zwischen Arbeits- und Privatleben, Kenntnis der eigenen Bedürfnisse (auf (physischer, emotionaler, mentaler und Sinn-Ebene) und der nötige Ausgleich zu beruflichen Belastungen dürfen dabei nicht zu kurz kommen.

Milliardenausfälle durch Burnout

Schnell ergeben sich bei permanenter Anspannung Arbeitsbedingungen, die keine Freude mehr, sondern krank machen und neben physischen Ausfällen zu Panikattacken, Depressionen und Burn-out führen können. Jedes Jahr entstehen der deutschen Wirtschaft Ausfallsschäden in Höhe von rund 6,3 Milliarden Euro jährlich! In der internistischen Praxis Dr. Sabine Hahn und Dr. Antje Porada kennt man dieses Problem gut: „Jede Woche kommen neue Patienten, die entweder schon vom Burnout betroffen sind oder kurz davor stehen. Je eher das Problem erkannt wird, desto effektiver kann die Behandlung sein.“  Als Orientierungshilfe, ob man selbst Burnout  gefährdet ist, kann der Kasten mit den Symptomen dienen. Als „erste Hilfe“ bei Überlastungsanzeichen kann Abstand zur Arbeit helfen, kein Telefon, kein Fernsehen, kein Internet, keine Musik, keine Büroarbeit. Stattdessen mehr Begegnungen mit Menschen, ein Spaziergang draußen in der Natur – egal wie das Wetter ist. Und ein ärztlicher Checkup bei dem Herz, Kreislauf……

überprüft werden.

 

Burnout erkennen

ANFANGSPHASE: Freiwillige Mehrarbeit, Hyperaktivität, Verleugnung eigener Bedürfnisse, Gefühl der Unentbehrlichkeit, Beschränkung sozialer Kontakte

SYMPTOME: chronische Erschöpfung, erhöhte Unfallgefahr

FORTGESCHRITTENE PHASE: Aufmerksamkeitsstörungen, Desillusionierung, Distanz,     Kälte, Verlust der Empathie, Widerwillen, Depression, Ängste

SYMPTOME: Schlaflosigkeit, Immunschwäche, Stimmungsschwankungen, Unfähigkeit zur Entspannung

 

ENDPHASE: Persönlichkeitsveränderungen, Aggressionen, Reizbarkeit, Misstrauen, Gleichgültigkeit, Kontaktvermeidung, Aufgeben von Hobbies, Einsamkeit

SYMPTOME: Erhöhter Blutdruck, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen,  Verdauungsstörungen, veränderte Essgewohnheiten, Gewichtsveränderungen, mehr Alkohol/Kaffee/Tabak/andere Drogen, Verzweiflung